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Pastoralbotschaft - Pascha 2012

2012-04-15 Send To friend

 

An:

Alle unsere geliebten Kinder in unserer vom Herrn behüteten Erzdiözese,

den Horchwürdigen Klerus und das Gott liebende Volk,

Christus ist auferstanden!

Die Geschichte bestätigte schon die Auferstehung Christi, die vor mehr als 2000 Jahren geschah. Viele Menschen erlebten dieses vollbrachte Wunder. Erneut versammeln wir uns heute in den Kirchen, um den Festtag der Auferstehung des Herrn und seinen Sieg über den Tod zu feiern. Dies bedeutet, dass jeder von uns sowohl denken als auch sich benehmen soll auf der Basis der Teilhabe an der ehrwürdigen Auferstehung mit Christus. So erfährt jeder die Wahrheit der Auferstehung bereits im Diesseits.   

So gehört es nicht für Christen von Hoffungslosigkeit befallen zu werden, da sie die Hoffnung der Auferstehung haben.

Auch Trauer darf sich in unser Herz nicht einschleichen, da es mit der Freude der Auferstehung erfüllt ist.

Wir brauchen auch keine bedrückten Gesichter zu zeigen, da das Licht der Auferstehung auf uns ausstrahlt.  

Trotzdem nehmen wir wohl wahr, dass wir in dieser Welt umgeben von großen Herausforderungen leben. Wir vergessen aber auch nicht die auf uns von Gott herab gesandte Kraft, um Herausforderungen zu überwinden. Hatte er seine Jünger vor seiner Kreuzigung nicht mit den Worten ermutigt: "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt besiegt"? (Joh. 16,33).  

Ausgehend davon sollen wir begreifen, dass wir nur dann siegen können, wenn wir Christus zur Mitte unseres Lebens machen. Dies bedeutet, dass wir das Leben Marias und aller Heiligen zum Vorbild nehmen und uns auf die Wirksamkeit der Kirchensakramente stützen sollen. Dies fordert aber, dass wir unsere Verschlossenheit überwinden und unsere Augen in die Höhe richten, wo Gott ist, um aus ihm Kraft zu schöpfen. Dann schauen wir um uns herum, wo sich der Nächste befindet, und trösten ihn. Hier stellt sich aber die Frage: es ist einfach möglich, mich soweit zu ändern, um in diesen Zustand zu gelangen?

Meine Lieben! Die Antwort darauf lautet: Dies ist die Bedeutung dessen, was die Teilhabe für jeden an der Auferstehung des Herrn ist. Dies ist die Bedeutung dessen, was die Auferstehung des gefallenen Menschen ist.

Nur dann können wir sagen, dass wir das ehrwürdige Osterfest, das Fest unseres Übergangs vom Tod zum Leben, wahrlich feiern. Dies wünsche ich allen, damit wir mit voller Stimme und von Freude erfüllten Herzen rufen: „Der Herr ist wahrlich auferstanden!"

 

Johannes

Metropolit von Europa